Chinesenfasching in Dietfurt

Kaiser Ko-Houang-Di regiert am "Unsinnigen Donnerstag" oder "Weiberfasching" - dieses Jahr am 28. Februar - in Dietfurt im Altmühltal. Unter dem Motto "Kille Wau und Fu-Gao-Di - nach Bayrisch China muss ma hie!" zieht der chinesische Faschingszug mit ca. 45 Gruppen durch die Stadt. Auf eine über 90jährige Geschichte können die Bayrischen Chinesen jetzt bereits zurückblicken.

Beim traditionellen Chinesenfasching, der weit über die Grenzen der Region hinaus bekannt ist, geht es närrisch zu: Ab 2 Uhr wecken die Maskierten die Bürger der Stadt mit dem Weckruf und viel Lärm. Um 13.61 Uhr beginnt der Maskenzug mit 50 Wagen, Gruppen, die zu Fuß unterwegs sind und verschiedenen Musikkapellen.

Am Nachmittag beginnt der Spaß am Stadtplatz dann richtig: Das offizielle Zeremoniell vor dem Rathaus, die Proklamation des Kaisers, läutet das großen Maskentreiben des Chinesenfaschings in allen Gaststätten des Ortes ein.

Jährlich lockt der Chinesenfasching um die 20.000 Besucher in die Sieben-Täler-Stadt. Der Dietfurter Chinesenfasching, bei dem sich das Städtchen Dietfurt a.d.Altmühl jedes Jahr am Unsinnigen Donnerstag von den frühen Morgenstunden bis in die Nacht hinein in ein buntes „Bayrisch-China-Reich“ verwandelt, spielt auf eine alte Anekdote an: Der Bischof von Eichstätt schickte einst seinen Kämmerer nach Dietfurt, damit er dort nach dem Rechten sehe und die Steuern eintreibe. Die Dietfurter ließen ihn nicht durch die Stadttore – und der Kämmerer berichtete dem Bischof verärgert, die Dietfurter verschanzten sich "wie die Chinesen hinter ihrer Mauer".

>> Informationen zum Hintergrund des Chinesenfaschings

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