Der Glasstraßenpreis 2018 ist verliehen

29.11.2018 - Der Glasstraßenpreis 2018 ist verliehen. Preisträger sind der Berghof Gibacht, Ralph Wenzel von Waldmünchen und das Waldmuseum Zwiesel. Den Ehrenpreis der Glasstraße erhält Willi Steger aus Riedlhütte, langjähriger Werkleiter bei Nachtmann.

Die Glastrophäe wurde von der Glasfachschule Zwiesel als Einzelstücke exklusiv für den Glasstraßenpreis gefertigt.
Die Glastrophäe wurde von der Glasfachschule Zwiesel als Einzelstücke exklusiv für den Glasstraßenpreis gefertigt. - © Glasfachschule Zwiesel

Der Bayerische Wald und Oberpfälzer Wald gehören zu den herausragenden Glaszentren Europas. Nirgends sonst gibt es eine derartige Dichte an Glaskünstlern und glasproduzierenden Betrieben. Die Glasstraße hat sich in den vergangenen Jahren zu einer der beliebtesten Ferienstraßen und Ausflugsrouten in Deutschland entwickelt. Zur Förderung der Aktionen, Beiträge und Produkte, die die Glasstraße beleben und die das Glas aus dem Bayerischen Wald und Oberpfälzer Wald in den Mittelpunkt stellen, schreibt der Tourismusverband Ostbayern seit dem Jahr 2000 im zweijährlichen Rhythmus den Glasstraßenpreis aus, heuer zum zehnten Mal.

„Ich gratuliere allen Preisträgern und auch allen Bewerbern um den Glasstraßenpreis zu den hervorragenden Ideen rund um das Thema Glas. Unsere Gäste lernen an der Glasstraße die Tradition und Geschichte, die Kunst und das Handwerk rund um die Glasherstellung kennen. Und das ist einzigartig. In keiner anderen Region in Europa ist Glas in dieser Vielfalt, in dieser Vielschichtigkeit und Kreativität verhaftet wie bei uns“, betonte Dr. Michael Braun, Vorstand des Tourismusverbandes Ostbayern e.V.

Preisträger: Berghof Gibacht, Ralph Wenzel
Einer der Preisträger ist der freischaffende Künstler Ralph Wenzel mit dem Berghof Gibacht. Für den Glasstraßenpreis 2018 hat er sich mit seinem Berghof Gibacht mit integriertem Glasstudio und Galerie beworben. Des Öfteren finden dort Kunst- und Kulturveranstaltungen statt, lassen sich Schätze und Kleinodien aus Glas entdecken, die das Thema allgegenwärtig machen. Auf Initiative von Ralph Wenzel entstand das Glaskreuz am Reiseck oder der Gibacht-Rundwanderweg, der auch zum Leuchtturm der Menschlichkeit, ebenso ein Kunstprojekt von Ralph Wenzel, führt. Seine kreative Vielfältigkeit und seine internationale Ausrichtung, das stetige Bemühen darum, das Thema Glas einheimischen wie ausländischen Kindern und Jugendlichen, Urlaubsgästen und allen Interessierten nahe zu bringen überzeugte die Jury.

Preisträger: Waldmuseum Zwiesel, Elisabeth Vogl
Weiterer Preisträger ist das Waldmuseum Zwiesel unter Leitung von Elisabeth Vogl. Das Waldmuseum blickt auf eine 113jährige Geschichte zurück. Seit dem Umzug 2014 widmet sich etwa die Hälfte der Dauerausstellung der Glaskultur des Bayerischen Waldes. Dazu verschreibt sich das Museum der Erforschung der historischen Glashütten und bietet den heimischen Glaskünstlern eine Präsentationsfläche. Die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen will das Bewusstsein für das Thema Glas, für die Geschichte der Glaskultur und auch die eigene Kreativität fördern. Ein Museum wie das Waldmuseum sichert das Wissen um die Tradition und die Geschichte des Glases im Bayerischen Wald.

Ehrenpreisträger Willi Steger
Den Ehrenpreis der Glasstraße erhält Willi Steger. Es gibt nur wenige Menschen wie Willi Steger, die die Entwicklung des Glases im Bayerischen Wald mit all seinen Höhen und Tiefen über eine so lange Zeitspanne und mit so einer Intensivität erlebt haben. Er kam aus Neustadt an der Waldnaab nach Riedlhütte, um als neuer Werkleiter den Nachtmann-Betrieb auszubauen. Unter seinem Einfluss entstand der Ausbildungsberuf des Glasmachers. Zudem hat er sich stark für die Glasfachschule Zwiesel engagiert. Die Idee einer touristischen Ferienstraße zum Thema Glas, also der Glasstraße, beschäftigte ihn über einen längeren Zeitraum. Er hat damit schon in einem sehr frühen Stadium eine Vision der Verquickung zwischen Glas und Tourismus entwickelt. Auch bei Vorträgen, Veranstaltungen und in Büchern ließ Willi Steger nie eine Chance verstreichen, die Schönheit und Bedeutsamkeit des Glases aus der Region hervorzuheben. Dieses jahrzehntelange beständige Engagement für Glas hat die Jury dazu bewogen, Willi Steger den Ehren-Glasstraßenpreis zu verleihen.

Glastrophäe, Preisgeld, Jury
Glas befindet sich im Spannungsfeld modernster technischer Glasbetriebe, jahrhundertealter Glashütten, kreativer Studioglaskunst oder mittelalterlicher Kathedralfenster. Hochqualifizierte Spezialisten, Glashandwerker und Glaskünstler arbeiten mit dem phantastischen Werkstoff Glas. Ob Spiegelglas, technisches Glas, Solarglas, Fensterglas, Trink- und Tischgläser, Dekorations-, Garten- und Möbelglas. Glas hat im Oberpfälzer Wald und Bayerischen Wald eine Heimat. Die Glasstraße ist eine der wichtigsten touristischen Attraktionen dieser Region. Die Jury hatte aus vielen besonderen Einreichungen zu entscheiden. Die Preisträger erhalten gemeinsam ein Preisgeld in Höhe von 5000 Euro, jeweils eine Urkunde sowie eine Glastrophäe, die die Glasfachschule Zwiesel als Einzelstücke exklusiv für den Glasstraßenpreis gefertigt hat und zur Verfügung stellt.

Der Jury gehören an Hans Wudy, Schulleiter der Glasfachsschule Zwiesel, Bernd Kellermann, Journalist beim Bayerischen Rundfunk, Alexandra Beier, Tourismusreferentin des Landkreises Schwandorf, und Monika Häuslmeier, Marketingleiterin der Stadt Viechtach.

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