Felsenkeller in Schwandorf

Die über einhundertdreißig, teils bis zu 500 Jahre alten Felsenkeller in Schwandorf waren in der Vergangenheit von enormer Bedeutung für die Stadt und ihre Bewohner. Über Jahrhunderte hinweg verhalfen sie als Gärgewölbe und Lagerräume für Bier dem hiesigen Braugewerbe und damit der Stadt zu wirtschaftlicher Blüte.

Beschreibung

Nach dem Niedergang des Kommunbrauwesens zu Anfang der zwanziger Jahre des 20. Jahrhunderts dienten sie dann sekundären Lager- und Nutzungszwecken und wurden schließlich 1931/32 zum Schauplatz nächtlicher Raubzüge der so genannten "Kellerdiebe".

Zufluchtsstätten

Unschätzbar war Jahre später ihre Bestimmung als Zufluchtsstätten und Luftschutzbunker bei dem verheerenden Bombenangriff am 17. April 1945, wo sie Tausenden von Menschen nicht nur das Leben retteten, sondern ihnen auch über Wochen hinweg eine Notunterkunft in der zerstörten Stadt boten.

Geschützte Baudenkmäler

Nach dem Krieg wurden die Felsenkeller weitgehend von ihren Besitzern dem allmählichen Verfall preisgegeben und ihr Schicksal schien besiegelt. Im Jahr 1999 jedoch erkannte man das Potential, das in ihnen als hochrangige und einzigartige Sehenswürdigkeit der Stadt und der weiteren Region steckt und rückte sie wieder ins Bewusstsein der Bevölkerung. Nach ihrem Eintrag in die Liste der geschützten Baudenkmäler, ließ die Stadt Schwandorf einen Teil der imposanten unterirdischen Anlagen sanieren und der interessierten Öffentlichkeit zugänglich machen.

Labyrinth

Im "Labyrinth" mit seinen über 60 Räumen werden regelmäßig Führungen angeboten und im Felsenkeller an der Fronberger Straße monatlich kulturelle Veranstaltungen (Blues, Jazz, Rock, Pop, Folk, Kleinkunst und Kabarett) ausgerichtet.

Karte & Anreise

Felsenkeller in Schwandorf

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