Qualitätssiegel "Wanderbares Deutschland"

Mit dem Goldsteig, dem Jurasteig, der Zeugenbergrunde, dem Erzweg und dem Nurtschweg hat Ostbayern fünf Wanderwege, die mit dem Siegel "Qualitätsweg Wanderbares Deutschland" ausgezeichnet wurden.

Zellertal Blick vom Muehlriegel ins Zellertal
Zellertal Blick vom Muehlriegel ins Zellertal - © Tourismusverband Ostbayern e.V., Fotograf Michael Koerner

Zertifiziert vom Deutschen Wanderverband, verfügen sie über außergewöhnliche Qualitäten, angefangen bei der Wegebeschaffenheit und dem Wegeleitsystem über die Naturattraktivität und die kulturellen Sehenswürdigkeiten bis hin zu gemütlichen Einkehrmöglichkeiten und reizvollen Rastplätzen.

Der Goldsteig

Mit einer Gesamtlänge von 660 Kilometern, zwei Wegevarianten durch den Oberpfälzer Wald und Bayerischen Wald sowie zwei Querverbindungen ist der Goldsteig der längste und vielseitigste der bundesdeutschen Prädikatswanderwege, die der Deutsche Wanderverband ausgezeichnet hat. Von Marktredwitz im Steinwald verläuft der Fernwanderweg zunächst in Richtung Südosten bis Thanstein. Dort teilt sich der Goldsteig in zwei Varianten - die Südroute, die über die reizvollen Höhenzüge des Vorderen Bayerischen Waldes verläuft, und die Nordroute, die über die Tausender des Bayerischen Waldes und durch den Nationalpark Bayerischer Wald entlang der böhmischen Grenze verläuft. Gemeinsamer End- bzw. in umgekehrter Richtung Ausgangspunkt ist die Dreiflüssestadt Passau. Zwei Querverbindungen erlauben es den Goldsteig-Wanderern, zwischen der Nord und Südroute hin und her zu wechseln. Eine Querverbindung wurde ziemlich genau in die Mitte des Bayerischen Waldes gelegt, wodurch die beiden Erlebniswelten des Goldsteiges in Form einer "Goldenen Acht" miteinander verbunden werden. Schnittpunkte bilden die beiden markanten Bayerwaldberge Pröller im Süden und Großer Arber im Norden. Damit ist es nun das erste Mal möglich, von Goldsteig-Gemeinden aus dem Süden auf einer spannenden Querverbindung mit zahlreichen Sehenswürdigkeiten und Höhepunkten zur Kammroute über die Bayerwald-Tausender zu wechseln und direkt weiter zum Großen Arber zu gelangen. Auf einer weiteren Querverbindung kann man von Fürsteneck durch das wildromantische Ilztal zum Haidel auf der Nordroute wandern.

Wer sich für den Goldsteig entscheidet, kann fünf Naturparke und mit ihnen die verschiedenen Naturcharaktere der Mittelgebirgslandschaft kennen lernen. Höhepunkte sind neben dem Nationalpark Bayerischer Wald und den höchsten Gipfeln auf dem "Grünen Dach Europas", das Waldnaabtal im Oberpfälzer Wald, die Arberseewand, die "Hölle" bei Falkenstein oder die Ilz als eine der letzten unverbauten Flusslandschaften. Mit dem Blockmeer am Lusen, dem Dreisessel oder der Wildbachklamm der Buchberger Leite liegen außerdem einige der schönsten Geotope Bayerns an der Strecke. Inzwischen vernetzen den Goldsteig weitere rund 750 Kilometer Rundwege und Zuwege zu den Orten, die denselben Qualitätsansprüchen wie der Hauptweg genügen.

Darüber hinaus gehört der Goldsteig zu den "Top Trails of Germany" und damit zu den besten und schönsten Fernwanderwegen Deutschlands. Namespate des Qualitätsweges ist die Käserei Goldsteig, eine Genossenschaft von über 3.500 Milchbauern der Region und bundesweit größter Mozzarellahersteller.

Auf den Ge(h)schmack kommen die Goldsteig-Wanderer auch bei den rund 65 wanderfreundlichen Betrieben, die im Bayerischen Wald und Oberpfälzer Wald verteilt liegen. Diese "Goldsteig-Ge(h)nuss-Partner" haben eine Anbindung zu den Wanderwegen, besitzen das Qualitätssiegel "Gastgeber-Wanderbares Deutschland in Bayern", kennen die Bedürfnisse von Wanderern und gehen entsprechend auf sie ein. Aushängeschilder dieser Betriebe sind vor allem die regionaltypische Küche, Lunchpaket-Service, ein Wanderprofi im Haus, Wetterinformation und Kartenmaterial und Reservierungsservice fürs nächste Quartier.

Weitere Infos unter: www.goldsteig-wandern.de

 

Der Jurasteig

Der Qualitätsweg "Jurasteig" führt durch die mediterran anmutende Landschaft des Bayerischen Jura, über die Höhen und Täler der Donau, Altmühl, Weißer und Schwarzer Laber, Lauterach, Vils und Naab, aber auch durch Trockentäler, vorbei an Karstquellen und Tropfsteinhöhlen. Der Wanderweg wurde im Januar 2008 vom Deutschen Wanderverband erstmals zum Qualitätsweg ausgezeichnet. Auf 237 Kilometern wandert man auf einem Rundweg durch die Landkreise Kelheim, Neumarkt i.d.OPf., Amberg-Sulzbach und Regensburg. Der Jurasteig ist in 13 Tagesetappen eingeteilt, hinzu kommen 18 Schlaufenwege, die als zusätzliche Tagestouren von der Hauptroute abzweigen. Das nachhaltige Wandererlebnis ist garantiert durch einen hohen Anteil naturbelassener Wege, eine einzigartige, mediterrane Mittelgebirgslandschaft, aber auch durch zahlreiche Rastmöglichkeiten und Gastronomiebetriebe. Nicht zuletzt sorgt eine lückenlose und eindeutige Beschilderung – separat für beide Richtungen – stets für eine sichere Orientierung.

Schlösser und Klöster liegen ebenso am Jurasteig, wie Felszinnen, duftende Wachholderheiden, lichte Kiefern- und schattige Buchenwälder. Naturfreunde können am Jurasteig noch Tiere und Pflanzen beobachten, die andernorts selten geworden sind. Wanderfalke, Biber und Eisvogel haben im Bayerischen Jura ihre Reviere. Zahlreiche Orchideen, Karthäusernelke und Zittergras sind ständige Begleiter am Wegesrand.

Weitere Infos unter: www.jurasteig.de

 

Der Erzweg

Mit dem Siegel "Qualitätsweg Wanderbares Deutschland" geadelt wurde auch der Erzweg, der von Pegnitz in Mittelfranken bis Kastl im Bayerischen Jura verläuft. Die Haupttrasse ist rund 200 Kilometer lang, hinzu kommen neun Schlaufenwege, durch die die umliegenden Ortschaften angebunden sind. Mehr als die Hälfte der Strecke besteht aus Naturboden. Anders als bei vielen anderen Top-Wanderwegen steht beim Erzweg nicht nur das Naturerlebnis im Vordergrund. Vielmehr ist es gelungen, das Landschaftserlebnis mit den Stätten der Industrie-Geschichte der ehemaligen Montanregion und der kulturellen Historie der Region zu verschmelzen.

Weitere Infos unter: www.erzweg.de

 

Die Zeugenbergrunde

Mit 48,3 Kilometern ist die Zeugenbergrunde rund um die Pfalzgrafenstadt Neumarkt in der Oberpfalz vergleichsweise kurz, aber nicht weniger interessant als andere Qualitätswege. Sie ist mit fast 1.700 Metern Höhenunterschied auch recht anspruchsvoll. Der neue Qualitätswanderweg verläuft zu etwa 50 Prozent auf naturbelassenen Wegen und bezieht sich thematisch auf die so genannten "Zeugenberge". Das sind Tafelberge, die eine geographische Besonderheit in der Region darstellen. Links und rechts des Weges erwarten den Wanderer atemberaubende Ausblicke vom Albtrauf sowie eine gepflegte Gastronomie mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis.

Weitere Infos unter: www.zeugenbergrunde.de

 

Der Nurtschweg

Der jüngste aller Qualitätswege in Ostbayern ist der Nurtschweg. Vom Deutschen Wanderverband im Jahr 2013 zertifiziert, verläuft er zwischen Waldsassen und Waldmünchen und kann in beide Richtungen begangen werden. Wer auf dem rund 130 Kilometer langen Zuweg der Goldsteig-Kammvariante unterwegs ist, erlebt die Natur des Oberpfälzer Waldes abseits touristischer Zentren, geht über Gipfel und durch Täler, entlang malerischer Bäche und vorbei an zahlreichen Sehenswürdigkeiten wie die "Kappl" bei Waldsassen, der Geschichtspark Bärnau-Tachov oder das Kur- und Wellnessbad Sibyllenbad bei Neualbenreuth.

Weitere Infos unter: www.oberpfaelzerwald.de

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