Eröffnung der Mountainbikerunde Trans Bayerwald

Am 17.09.2019 wurde die Mountainbikerunde Trans Bayerwald feierlich eröffnet.

Die Bayerwald-Landräte Josef Laumer (Straubing-Bogen), Josef Färber (Deggendorf), Renate Cerny (Freyung-Grafenau), Willi Killinger (Regen), Ministerialdirigent Maximilian Geierhos, Minister a.D. Helmut Brunner, Landrat Franz Löffler, (Präsident des Tourismusverbandes e.V.), Dr. Michael Braun (Vorstand Tourismusverband Ostbayern e.V.) und Bürgermeister Sandro Bauer (Furth im Wald) eröffneten die Trans Bayerwald. Im Vordergrund: Mountainbikeprofi Andi Schuster aus Viechtach. Daniela Schilling und Gudrun Wandtner (Projektteam Trans Bayerwald des Tourismusverbandes Ostbayern e.V.) halten das Band.
Die Bayerwald-Landräte Josef Laumer (Straubing-Bogen), Josef Färber (Deggendorf), Renate Cerny (Freyung-Grafenau), Willi Killinger (Regen), Ministerialdirigent Maximilian Geierhos, Minister a.D. Helmut Brunner, Landrat Franz Löffler, (Präsident des Tourismusverbandes e.V.), Dr. Michael Braun (Vorstand Tourismusverband Ostbayern e.V.) und Bürgermeister Sandro Bauer (Furth im Wald) eröffneten die Trans Bayerwald. Im Vordergrund: Mountainbikeprofi Andi Schuster aus Viechtach. Daniela Schilling und Gudrun Wandtner (Projektteam Trans Bayerwald des Tourismusverbandes Ostbayern e.V.) halten das Band. - © Tourismusverband Ostbayern e.V.

Die Mountainbikerunde Trans Bayerwald ist eröffnet: Fordernd, wild, aussichtsreich, grün: 700 Kilometer und 17.000 Höhenmeter

Bei strahlendem Sonnenschein zeigt Andi Schuster, Mountainbikeprofi aus Viechtach, seine Trial Show vor rund 100 Gästen in Furth im Wald. Sie waren gekommen, um die neue Mountainbikerunde Trans Bayerwald zu eröffnen. Dr. Michael Braun, Vorstand des Tourismusverbandes Ostbayern, ist stolz auf diese Leistung: „Die Trans Bayerwald ist ein bayernweit einzigartiges, wahrscheinlich sogar deutschlandweit einzigartiges Projekt. Es ist ein weiteres attraktives und naturverträgliches Leuchtturmprojekt unserer Region“.
Verantwortlich beim Tourismusverband Ostbayern zeichnet Daniela Schilling, die die Trans Bayerwald als ein neues Outdoorabenteuer des Bayerischen Waldes beschreibt: „Sie ist ein Netzwerk aus Mountainbike-Etappenrouten.
Hauptbestandteil sind zwei Sieben-Tages-Etappen mit einer Gesamtlänge von rund 700 Kilometer. Die Südroute verläuft von Furth im Wald nach Passau durch den Vorderen Bayerischen Wald, die Nordroute verläuft von Passau nach Furth im Wald am Grenzkamm Bayerischer Wald - Böhmerwald." Auch Landrat Löffler lobt die Routenführung: „Das Erleben der Natur steht im Vordergrund. Die Trans Bayerwald bietet ein attraktives Auf und Ab – abwechslungsreich und mit vielen Höhenmetern. So schön, wie nirgends sonst in Europa!“

Trans Bayerwald – naturverträglich und wertschöpfend

Ehrengast Ministerialdirigent Maximilian Geierhos vom Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, der in Vertretung der Ministerin kam, stellte die Frage, was die Landwirtschaft und den Tourismus verbinde: „Die Natur, sie ist unser unschätzbares Gut. Mit den Fördergeldern über ELER, dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums, haben wir die Möglichkeit, aktives und naturverträgliches Handeln zu unterstützen. Wertschöpfend für die Region und wertschätzend in der Region!“ Er dankte allen, die die Trans Bayerwald entwickelt haben, und wünschte stets unfallfreies Fahren.
Auch für Staatsminister a.D. Helmut Brunner ist es maßgeblich, den Menschen die Vorzüge der Landschaft und das Leben in der Natur nahezubringen.
Zielkonflikte zwischen Waldbauern, Jägern und Sporttreibenden gibt es. Brunner appelliert daher an die Mountainbiker, vor allem Wegemarkierungen einzuhalten, nicht in Schutzgebiete zu fahren, keine Abfälle zurückzulassen und auch nicht nachts zu fahren: „Die Trans Bayerwald ist eine Chance für alle, bitte halten Sie sich an Regeln.“ Den Initiatoren der Trans Bayerwald ist die Partnerschaft der verschiedensten Interessensgruppen wie Waldbesitzer, Förster und Jäger, Landwirte, Gastwirte und Wanderer ein besonderes Anliegen.

Mountainbiken liegt im Trend

„Mountainbiken hat in den letzten Jahren einen großen Boom erfahren“, erklärt Landrat Franz Löffler, zugleich Präsident des Tourismusverbandes Ostbayern, das Projekt. „Bei einer Befragung zu 34 Regionen wurde an erster Stelle der Bayerische Wald als bestens geeignet zum Mountainbiken genannt. Fast 90 Prozent aller interessierter Mountainbiker können sich vorstellen, im Bayerischen Wald zu fahren. Dieses Potential haben wir sehr früh erkannt und haben auch schon sehr früh begonnen, Mountainbiker auf spezielle Wege zu lenken, um Zielkonflikte bestmöglich zu vermeiden.“
Bürgermeister Sandro Bauer aus Furth im Wald bestätigt, dass der Bayerische Wald bei den Mountainbikern als ideale Urlaubs- und Sportregion angekommen ist: „Unsere Gäste schätzen die Infrastruktur und den Service. Sanfter Tourismus liegt im Trend.“
Für Löffler ist die Trans Bayerwald ein Meilenstein: „Wir wollen weiterhin am Image des Bayerischen Waldes arbeiten." Er bedankte sich beim Tourismusverband Ostbayern, der im besten Sinn die Region vermarkte, um vor allem eine nachhaltige Entwicklung einzuleiten.

Leuchtturm mit vielen Beteiligten und vielen Begeisterten

Bei der Eröffnung kam auch der erste Finisher der Trans Bayerwald zu Wort. Der Sachse Boris Ringleben plauderte humorig über die Erfahrungen auf seiner Runde durch diesen Teil Bayerns. Zitate wie „Du musst dir ein E-Bike kaufen, dann brauchst du dich nicht so anstrengen“ bis hin zu „Du bist auf dem Holzweg“, eine Formulierung, die er bisher nicht kannte, fielen bei seinen Ausführungen. „Es gibt nichts Vergleichbares in Deutschland, nicht in dieser Größenordnung“, weiß der passionierte Mountainbiker, „man kann es nicht beschreiben. Auch Bilder können dieses wunderschöne, anstrengende Erlebnis nicht wiedergeben. Man muss es selbst erleben.“ Einer, der früh das Mountainbike-Potential des Bayerischen Waldes erkannt hat, ist Uwe Neumann, Mitarbeiter der Tourist-Information Furth im Wald: „Dass bei uns im Bayerischen Wald auf dem Grünen Dach Europas so tolle Strecken entstehen, ist einfach phantastisch!“ Zusammenfassend beschrieb er die Trans Bayerwald als außergewöhnliche Route, die steile Anstiege und technischen Anspruch biete, vor allem aber Naturgenuss und Ursprünglichkeit. Dass genau das der Wunsch vieler Mountainbiker sei, erläuterte Norman Bielig, Mountainbiketourismus-Berater. Er stellte die aktuellen Ergebnisse von Studien zur Zielgruppe Mountainbiker vor: „Sie haben ein Durchschnittsalter von 39 Jahren, besitzen oftmals Hochschulabschluss und geben viel Geld für ihr Hobby aus. Die meisten wünschen sich eine digitale Routenführung, wollen aber auch auf eine Beschilderung nicht verzichten. Das Wichtigste aber, Mountainbiker suchen eine Region, in der sie Natur genießen können und die ihnen Abenteuer und Ursprünglichkeit bietet. Das wird dem Bayerischen Wald in hohem Maße zugeschrieben.“
Die Eröffnung endete mit einem „Speeddating“, beim dem Naturschutz, Staatsforsten, Gastgeber, Bergwacht sowie Anbieter von Outdoor-Apps zum Austausch zur Verfügung standen.

Trans Bayerwald Pioniere

Noch bis Saisonende können Abenteurer und Entdecker die neue Trans Bayerwald als Pioniere erkunden. Das Starter-Paket bestehend aus GPS-Daten, Tagebuch und Kartenmaterial kann beim Tourismusverband Ostbayern angefordert werden Tel. 0941 58539-0 oder unter info@trans-bayerwald.de.
Informationen erhält man beim Tourismusverband Ostbayern e.V., Im Gewerbepark D 04 · 93059 Regensburg, Tel. 0941 58539-0 · Fax 0941 58539-39, info@trans-bayerwald.de , www.trans-bayerwald.de

Profil Trans Bayerwald

Die Trans Bayerwald ist eine neue Mountainbikerunde, die auf rund 700 Kilometern und mit 17.000 Höhenmetern zwischen Furth im Wald und Passau durch den Bayerischen Wald führt. Dabei ist die Trans Bayerwald eine konditionell fordernde Tour, ein ursprüngliches Erlebnis, ein Bike-Abenteuer in der Kultur- und Naturlandschaft des Bayerischen Waldes. Der MTB Zone Bikepark Geißkopf, das MTB Paradies Sankt Englmar befinden sich ebenso auf der Trans Bayerwald wie Routen am Hohen Bogen oder durch den Nationalpark Bayerischer Wald. Urige Berghütten und gemütliche Quartiere runden die Tagesetappen ab.

Nordroute: Naturgenuss, Ursprünglichkeit und Ruhe

Die Nordroute der Trans Bayerwald verläuft auf rund 361 Kilometern und 8.350 Höhenmeter von der Dreiflüssestadt Passau in die Drachenstadt Furth im Wald und orientiert sich dabei am Grenzkamm Bayerischer Wald - Böhmerwald. Wilde Wälder, Ursprünglichkeit und absolute Ruhe zeichnet die Strecke ebenso aus wie zackige Waldpfade und aussichtsreiche Gipfelerlebnisse, wie auf dem Dreisessel oder dem Großen Arber. Die Nordroute führt durch den ältesten Nationalpark Deutschlands, den Nationalpark Bayerischer Wald, mit seiner faszinierenden Natur und den informativen Nationalparkzentren.

Südroute: Anspruchsvolle Wege und steile Anstiege

Die Südroute der Trans Bayerwald verläuft auf rund 339 Kilometern und 8.300 Höhenmetern von Furth im Wald durch den Vorderen Bayerischen Wald nach Passau, mit Ausblicken sowohl auf das Grenzmassiv als auch auf die Donauebene. Diese Route bietet eine abwechslungsreiche Mischung aus moderaten Abschnitten und anspruchsvollen Trails mit steilen Anstiegen. Das Gibachtmassiv zu Beginn ist fordernd. Weiterhin liegen die MTB-Hotspots Sankt Englmar und der MTB Zone Bikepark Geisskopf in Bischofsmais auf der Tour.
Kulturelle Highlights wie Burgruinen, Abteien und Klöster säumen die Südroute.

Die beiden Etappen der Trans Bayerwald:

Südroute:

  • Furth im Wald – Rötz, 49 km, 1.000 hm
  • Rötz – Stamsried, 37 km, 900 hm
  • Stamsried – Falkenstein, 54 km, 900 hm
  • Falkenstein – Sankt Englmar, 42 km, 1.500 hm
  • Sankt Englmar– Bischofsmais, 57 km, 1.800 hm
  • Bischofsmais – Eging am See, 64 km, 1.500 hm
  • Eging am See – Passau, 36 km, 700 hm

Nordroute:

  • Passau – Wegscheid, 45 km, 900 hm
  • Wegscheid – Waldkirchen, 45 km, 950 hm
  • Waldkirchen – Mitterfirmiansreut, 63 km, 1.800 hm
  • Mitterfirmiansreut – Spiegelau, 55 km, 1.100 hm
  • Spiegelau – Zwieslerwaldhaus/Bayerisch Eisenstein, 45 km, 1.000 hm
  • Zwieslerwaldhaus/Bayerisch Eisenstein – Lam, 65 km, 1.600 hm
  • Lam – Furth im Wald, 43 km, 1.000 hm

Förderhinweis:
Gefördert wird das Projekt durch das Bayerische Staatsministerium für Ernährung Landwirtschaft und Forsten und den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des Ländlichen Raums (ELER). Projektträger ist der Tourismusverband Ostbayern e.V. Das Projekt wird finanziert von den Landkreisen Cham, Regen, Freyung-Grafenau, Straubing-Bogen, Deggendorf und Passau. Weitere Partner sind die zwei Naturparke des Bayerischen Waldes, der Nationalpark Bayerischer Wald, die Bayerischen Staatsforsten und die Gemeinden des Bayerischen Waldes.

Ostbayern empfehlen