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Jahreshauptversammlung des Tourismusverbandes Ostbayern am 20. Juli 2010 in Bad Füssing: Der Tourismusverband Ostbayern behält seinen Namen"Die Menschen verreisen kürzer, kurz entschlossener und schauen mehr auf den Preis." Für das Inland, so Regierungspräsident Heinz Grunwald auf der Jahreshauptversammlung des Tourismusverbandes Ostbayern (TVO) in Bad Füssing, ergebe sich daraus aber auch ein zusätzliches Potential im Kurzreisemarkt. Denn, so der geschäftsführende Vorsitzende des TVO weiter: "Es ist auch ein starker Trend zum Heimaturlaub erkennbar." Insgesamt 4,2 Mio. Besucher verbrachten 2009 Ihren Urlaub in Ostbayern. Sie blieben im Durchschnitt 3,8 Tage, was in der Summe fast 16 Mio. Übernachtungen ergibt. Dabei sind statistisch nur Übernachtungen in gewerblichen Betrieben ab 9 Betten erfasst. "Ganz so schlimm wie andere Branchen hat uns die Krise im vergangenen Jahr nicht erwischt. Nur im Frühjahr 2009 gab es einen Einbruch, danach sind wieder fast so viele Touristen zu uns gekommen, wie im Jahr zuvor", resümierte Grunwald. Die Gästeentwicklung verlief insgesamt etwas besser als im restlichen Bayern, was für die Touristiker ein guter Grund zur Hoffnung ist, dass die neuen Einrichtungen und Qualitätsverbesserungen sowie das professionelle Marketing im laufenden Jahr Früchte tragen werden. Die weitere strategische Ausrichtung, so Grunwald, müsse lauten "Qualität vor Quantität und Bündelung der wenigen Marketingmittel auf Destinationsebene". Mit den Qualitätswanderwegen Goldsteig, Jurasteig, Erzweg und Zeugenbergrunde habe man sich als erstklassiges Wanderrevier in Deutschland positioniert. Der Erfolg der Qualitätsoffensive Wandern habe sich bereits deutlich durch die hohe Nachfrage gezeigt. Der öffentliche Tourismus kann in Kombination mit gut ausgestatteten Betrieben und gutem Service Wirkung zeigen. "Die Rahmenbedingungen für Investitionen durch die Betriebe könnten zur Zeit nicht besser sein", verweist Grunwald auf die Reduzierung der Mehrwertsteuer und die Wirtschaftsförderprogramme. Lobend erwähnt er die geplanten Investitionen in die Qualität der Unterkunftsbetriebe in Höhe von 36 Mio. Euro in diesem Jahr sowie die Investition in die Servicequalität in Höhe von 2,2 Mio. Euro. Auch die Kampagne "Servicequalität Deutschland" des BHG dient der Serviceverbesserung. 508 ostbayerische Betriebe, von bayernweit 1.390, haben an den Schulungen zum Qualitätscoach teilgenommen. "Neben der Qualitätsoffensive der Betriebe leistet der Tourismusverband ein professionelles Marketing, speziell im Internet", informiert Grunwald. Die Vertriebsaktivitäten des TVO konzentrieren sich sehr stark auf den Onlinebereich. Dazu gehören die Modernisierung der bestehenden Internetseiten, ein innovatives Filmportal sowie die Nutzung der Geoportale und der Informationskanäle wie Twitter und Facebook. 4,8 Mio. Internetnutzer bewegten sich auf den Seiten des TVO im Jahr 2009, was eine Steigerung von 12 Prozent im Vergleich zum Vorjahr bedeutet. Grunwald rechnet aus, dass über die ostbayerische Gastgeberdatenbank ein Umsatz von rund 40 Mio. Euro für die Unterkunftsbetriebe erzielt werden konnte. "Wir wollen das Potential des Internets bestmöglich ausschöpfen, daher haben wir das Projekt eFitness ins Leben gerufen, bei dem Gastgeber und Touristiker in diesem Bereich geschult werden", erläutert er. Das Interesse ist groß, in 2010 haben bereits rund 1.500 Betriebe an den Kursen teilgenommen bzw. sich angemeldet. Ziele für 2010 sei es, die Online-Buchbarkeit zu ermöglichen und durch eine Incoming-Agentur, im speziellen den Vertrieb der Gästebetten im Bayerischen Wald zu verstärken. Das Lenkungsgremium Bayerischer Wald hat sich dazu vor wenigen Tagen für die Unternehmenskooperation TUI Austria/Falkensteiner Group entschieden. Anträge
Bilanz 2009 60 Jahre Tourismusverband Ostbayern |
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