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Bayerischer Jura - zum Verlieben!

Der Bayerische JuraEs ist dort, wo Bier und Wasser fließen. Wo Schafherden an Wacholderheiden grasen, der Kanal im Feuerzauber brennt, Kaiser Trajan baden ging und die Römer den Limes erbauten. Hier schufen die Gebrüder Asam Barockkunst für die Ewigkeit, formten die Naturgewalten beeindruckende Landschaften mit Tropfsteinhöhlen, Kuppen und Kegeln. Der Bayerische Jura - eine Landschaft zum Verlieben.

Kalkstein und Wasser
Die Jura-Landschaft ist ein Kind des Wassers, die Schöpfung eines riesigen Meeres, das einst im Erdmittelalter, zu Zeiten der Dinosaurier, die Region zwischen Sulzbach-Rosenberg und Kelheim im Naturpark Altmühltal bedeckte. Nach dem Rückzug des Jurameeres blieben große Mengen an Ablagerungen aus Schwämmen, Schnecken und anderen Kleinstlebewesen zurück, die im Laufe von Millionen Jahren zum jura-typischen Kalkstein wurden. Wind und Wasser formten die entstandenen Hochflächen um, zurück blieben sanft gewellte Hochebenen, überragt von Kuppen und Kegeln, gegliedert durch enge eingeschnittene Flusstäler.

Wohl das berühmteste Beispiel ist das mit dem Europadiplom ausgezeichnete Naturschutzgebiet Weltenburger Enge mit dem Donaudurchbruch bei Weltenburg. Beliebtes Ausflugsziel ist das dortige, idyllisch in einer Flussbiegung gelegene Kloster, das nicht nur eine der ältesten Brauereien Deutschlands, sondern in seiner Kirche auch Werke der weltbekannten Maler, Stukkateure und Baumeister Cosmas Damian und Egid Quirin Asam beherbergt.

Wer barocke Kunst, Bierseligkeit und herausragende Landschaft in einem Zug genießen will, nimmt am Besten das Schiff. Die Passagierschiffe der Donau- und Altmühl-Schifffahrt steuern das besucherträchtige Kloster während der Saison im halbstündigen Rhythmus an. Beeindruckende Jura-Ansichten eröffnen auch die Fahrten durchs Altmühltal auf dem Main-Donau-Kanal bis Berching. Der Main-Donau-Kanal feiert heuer sein 15 -jähriges Bestehen. Und ob nun Donau, Vils und Naab, Weiße und Schwarze Laber, Altmühl , Lauterach, der historische Ludwig-Donau-Main-Kanal oder sein modernes Gegenstück, der Main-Donau-Kanal: Mit seinen vielen Flüssen ist der Bayerische Jura wie geschaffen für Aktivitäten auf dem oder am Wasser. Gezogen von Pferdestärken bewegen sich Flussreisende beim historischen Treideln voran. Die beliebten Bootswandertouren erfordern eigenen Krafteinsatz - genauso wie eine Radtour auf dem Fünf-Flüsse-Radweg der Tour de Baroque.
 
 
Tropfsteine, Dolinen, Quelltöpfe
Welche Macht und Kraft das Wasser auch unter der Erde besitzt, zeigt sich in zahlreichen Höhlen und Tropfsteinhöhlen. Die Maximiliansgrotte bei Auerbach etwa beherbergt den größten Tropfstein Deutschlands. Eindrucksvolle Zeugnisse für das Spiel von Wasser und Kalk sind auch die König-Otto-Höhle bei Velburg im Landkreis Neumarkt i.d. OPf. oder das Große Schulerloch bei Essing im Landkreis Kelheim. Wer wissen will, wie diese unterirdischen Kammern entstanden sind und auch die anderen typischen Naturerscheinungen der Juraregion wie Dolinen oder Quelltöpfe kennen lernen möchte, informiert sich auf den beiden 4,6 und 3,5 Kilometer langen Erlebnispfaden „Juralandschaft“ zwischen Kelheim und Essing. Als Tagestour bietet sich der 15 Kilometer lange Rundweg über die Jurahochfläche zum Altmühltal an. Mit den Schönheiten des Bayerischen Jura kann man sich auch auf vielen Wanderwegen bekannt machen, wie dem Altmühltal-Panoramaweg, dem Jakobsweg, der den mittelalterlichen Pilgerpfaden folgt, dem Prädikatswanderweg Jurasteig oder die einst von Kaiser Karl IV. zur bedeutenden Handelsroute ausgebaute "Goldene Straße", die heute auf 90 Kilometern Länge von Sulzbach-Rosenberg bis zur Grenze nach Tschechien führt.

Wo schon Römer residierten und ihr Thermalbad nahmen
Große Herrscher haben auch andernorts ihre Spuren hinterlassen. Zur Erinnerung an den Sieg über Napoleon in der Völkerschlacht von Leipzig ließ Bayernkönig Ludwig I. hoch über Kelheim die Befreiungshalle errichten. Den ehemaligen Residenzstädten Amberg und Neumarkt i.d. OPf. drückten im Spätmittelalter die Pfalzgrafen von Wittelsbach ihren Stempel auf. Die Handschrift vieler Adeliger trägt die im Jahr 2006 zum UNESCO Welterbe erhobene Stadt Regensburg. Sie liegt am Südostrand des Juramassivs und beeindruckt mit einer Fülle historischer Bauwerke, allen voran der Steinernen Brücke oder dem gotischen Dom St. Peter.
Einem Kaiser, Kaiser Trajan, hat Bad Abbach seine vielen Gäste zu verdanken. Die heutige Kaiser-Therme ist nach ihrem Gründer benannt. Mit ihrem Namen verweist auch die Limes-Therme in Bad Gögging auf ihre historischen Wurzeln. Thermalbaden, Heilwasser und Moor sind hier wohltuend und entspannend. Gesundheitsurlauber finden hier Bäder ohne „Allüren“, preiswerte, schöne Hotels und viel Natur im Umland der Thermalorte. Spaß im Wasser garantieren Einrichtungen wie das Kurfürstenbad Amberg, das Keldorado in Kelheim, das Erlebnisbad Berle in Berching, das Wellenbad Juramare in Parsberg oder das Freizeitbad Schwimm-sal-a-bim in Auerbach.
 
Bier & Barock, Lamm & Spargel
Die Lust am kulinarischen Genießen geht trotz aller Bade- und Wasserfreuden nicht unter. Mit dem rings um Abensberg gedeihenden Edelgemüse Spargel und regionalen Spezialitäten wie dem Hallertauer Hopfenspargel oder dem für sein zartes, aromatisch-mildes Fleisch beliebten Altmühltaler Lamm bzw. Juradistel-Lamm bringen die Jura-Gastronomen auch Feinschmecker zum Schwelgen. Als größtes Hopfenanbaugebiet der Welt punktet die Hallertau mit über 100 verschiedenen Bieren, vom Dunklen übers Märzen bis hin zum Bock und Pils. 34 Betriebe - darunter die drei ältesten Brauereien der Welt - sind mit der Verarbeitung des "Grünen Goldes", dem Hopfen, befasst und laden wie die Weißbierbrauerei Schneider in Kelheim oder Kuchlbauers Bierwelt in Abensberg zum Schauen und Probieren ein. Genauso prägend wie das Bier - und vor allem für den Kulturtourismus bedeutsam - ist der Barock. Seinen Ausdruck findet er in zahlreichen Kirchen und Klöstern, viele davon, wie die Klosterkirchen in Rohr, Weltenburg und Ensdorf, die Wallfahrtskirche Mariahilf im Kloster Freystadt oder die Emmeramskirche in Regensburg - sind ausgestattet mit den einzigartigen Arbeiten der Brüder Asam.

Kult und Kultur
Ebenso auf ihre Kosten kommen kulturell und kulturhistorisch Interessierte in ungewöhnlichen Museen wie dem Amberger Luftmuseum, dem Parsberger Burgmuseum oder dem 1. Bayerischen Schulmuseum in Sulzbach-Rosenberg. Das Lothar-Fischer-Museum in Neumarkt i.d. OPf. zum Beispiel ist einem der bedeutendsten figurativen Bildhauer der 20. Jahrhunderts gewidmet. Wer der Natur auf der Spur ist, steuert Riedenburg mit seinem Bauernhof- und Kristallmuseum an. Dass die Vergangenheit lebt, wird jedes Jahr beim Ostbayerischen Festspielsommer offenbar, der mit historischen Märkten und Festen wie dem Berchinger Rossmarkt, dem Tillyfest im Markt Breitenbrunn, dem Amberger Bergfest oder den Parsberger Burgfestspielen Tausende von Zuschauern in seinen Bann zieht. Nicht zurück, sondern nach vorn sollte den Blick richten, wer die über 1000 Meter lange Abfahrt von der Bob-Sommerrodelbahn in Riedenburg in Angriff nimmt oder vom Monte Kaolino, dem weltweit einzigen Sommerskiberg mit Liftanlage, abfährt. Ebenso ungewöhnlich und kultig ist Gut Matheshof. Denn im Ostbayerischen Reitsport- und Turnierzentrum in Rieden liegt das Glück der Erde ausschließlich auf dem Rücken der Pferde. Hier finden Rodeos und Westernreitturniere von höchstem Rang, aber auch viele weitere Reitsportveranstaltungen statt. Andere setzen auch im Urlaub lieber auf den Ball: Mit sieben Golfplätzen - davon die meisten im Umkreis der Stadt Neumarkt i.d. OPf. - ist der Bayerische Jura eine echte Golfregion.

Ob nun Urlaub im Romantikhotel oder Urlaub auf dem Bauernhof, entspannen in der Hopfentherme im Weißen Ross in Illschwang oder Schlafen im Eh'häusl, dem kleinsten Hotel der Welt in Amberg, jeder findet sein Wunschquartier.


 Viele weitere Infos zum Bayerischen Jura


 

 
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