"Mythos Maybach": Spektakuläres Museum in Neumarkt i.d. OPf. feiert 10. Geburtstag

Genau zehn Jahre ist es her, dass Neumarkt ein Museum bekam, das die Stadt auf einen Schlag unter Automobilisten weltweit bekannt machte. Jetzt feiert das Museum für historische Maybach-Fahrzeuge mit dem weltweit größten Bestand edler Maybach-Luxuskarossen seinen 10. Geburtstag.

„Mythos Maybach“: Das spektakuläre Museum in Neumarkt i.d. OPf. feiert 10. Geburtstag
„Mythos Maybach“: Das spektakuläre Museum in Neumarkt i.d. OPf. feiert 10. Geburtstag - © Birgit Gehrmann

Echte Kostbarkeiten

Das private Museum des Ehepaars Dr. Helmut und Anna Hofmann in den spektakulär umgebauten Räumlichkeiten einer ehemaligen Fahrradfabrik wurde im Sommer 2009 eröffnet. Es ist die Erfüllung eines Lebenstraums des Sammlers Helmut Hofmann und präsentiert die einzigartige Ausstellung über die Geschichte und die Produkte von Karl und Wilhelm Maybach. Maybach-Fahrzeuge zählen zu den Kostbarkeiten in der über 125-jährigen Geschichte des Automobils. In den zwanziger und dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts galten sie als die schönsten und wertvollsten Luxusautos überhaupt und nahmen auch technisch eine Spitzenstellung ein. 1921 bis 1941 wurden etwa 1.800 Maybach-Autos gebaut, von denen heute noch weltweit rund 160 existieren.

Ausstellung auf rund 2.500 Quadratmetern

Davon steht mehr als ein Zehntel in Neumarkt: In der Ausstellung sind auf rund 2.500 Quadratmetern 18 bis 20 historische Maybach-Fahrzeuge in den verschiedensten Zuständen zu sehen, vom zersägten Scheunenfund bis hin zum Concours-Klassiker. Darüber hinaus erzählen historische Motoren, Getriebe und Achsen, Modelle, Schautafeln und Kurzfilme von der bewegten Geschichte des Maybach-Motorenbaus. Noch lebendiger wird die Ausstellung durch die Detailinformationen zu einigen Maybach-Automobilen und deren prominente Erstbesitzer. So die Geschichte eines der Glanzstücke des Museums, eines schneeweißen Maybach DS8 Zeppelin Baujahr 1930, von dem nur noch 28 Exemplare weltweit existieren. Das noble Gefährt gehörte einst dem in Hamburg geborenen Unternehmer Gustav Zingg, der nach Venezuela auswanderte, von dort aus zwei erlesene Maybach-Fahrzeuge orderte und bei seinen regelmäßigen Europareisen per Schiff auch seine Cabriolets samt Chauffeur stets mit sich führte. Neben dem „Mythos Maybach“ lohnt aber auch die Ausstellung zu den Express-Werken, einer der ersten Fahrradfabriken auf dem Kontinent.

Weitere Infos:
www.automuseum-maybach.de 

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