6. Tourismustag Bayerischer Wald in Bernried

25.03.2014 - Bayerischer Wald in Aufschwung - Plädoyer für die Marketingoffensive Bayerischer Wald

© Ulrike Eberl-Walter

Regensburg (tvo). Die Marketingoffensive Bayerischer Wald, zukunftsstarkes Destinationsmanagement und das Ausflugsverhalten in Niederbayern und Oberösterreich waren die Themen des 6. Tourismustages Bayerischer Wald. Rund 200 Gäste folgten der Einladung des Tourismusverbandes Ostbayern und besuchten die Veranstaltung im Wild-Berghof Buchet in Bernried. Moderiert wurde der Tourismustag von Dr. Michael Braun, Vorstand Tourismusverband Ostbayern. Das Grußwort sprach Josef Färber, der stellvertretende Landrat im Landkreis Deggendorf. Danach übernahm der Regener Landrat und Präsident des Tourismusverbandes Ostbayern, Michael Adam, das Wort.

"Die Fortführung der Marketingoffensive ist alternativlos"
Für das touristische Marketing sei die Organisation des Tourismusverbandes Ostbayern unverzichtbar, da sie im globalen Wettbewerb groß genug und leistungsfähig sei. Gleichzeitig beinhalte sie vermarktungsfähige Destinationen wie die Marken Bayerischer Wald oder Bayerisches Golf- und Thermenland. "Mutige Marketingoffensiven und Premium-Produkte, die überregionale Strahlkraft besitzen, können nur realisiert werden, wenn ein entsprechendes Marketingbudget zur Verfügung steht", so Adam. Er bittet deshalb darum, die Marketingumlage fortzusetzen: "Sie ist alternativlos."

Marketingoffensive Bayerischer Wald brachte den Aufschwung
Wie bereits Adam wies auch Alexander Anetsberger, Marketingleiter Bayerischer Wald, mit Nachdruck auf die Bedeutung der Marketingoffensive hin und appellierte an die Anwesenden, die Dachmarke Bayerischer Wald weiterhin gemeinsam zu fördern: "Die Darstellung der Vielfalt des Bayerischen Waldes ist nur mit ausreichender Finanzierung möglich." Anetsberger hob anhand von Zahlen die positive Tourismusentwicklung im Bayerischen Wald seit dem Start der Marketingoffensive Bayerischer Wald im Jahr 2007 hervor. Unter der Federführung des Tourismusverbandes Ostbayern schlossen sich damals Landkreise, Gemeinden und Betriebe zusammen, um mit gebündeltem Marketing und darauf abgestimmten Produkten den Bayerischen Wald als Dachmarke und hochwertige Destination zu stärken. Seitdem erlebt der Tourismus im Bayerischen Wald einen Aufschwung: Während die durchschnittliche Aufenthaltsdauer sinkt, aktuell liegt sie bei 4,1 Tagen, steigt die Zahl der Übernachtungen kontinuierlich. Das gleiche gilt für Gäste im Bayerischen Wald, seit dem Beginn der Marketingoffensive ist die Zahl der Gästeankünfte um 171500 gestiegen. Den Einbruch bei Übernachtungen und Gästeankünften im Jahr 2013 führte Anetsberger auf nicht vorhersehbare Ereignisse wie das Hochwasser zurück. "Wenn das gute Wetter der vergangenen Wochen weiterhin anhält, bin ich zuversichtlich, dass wir 2014 die Rückkehr zum positiven Trend schaffen", so Anetsberger. Der Rückblick auf die vergangenen sieben Jahre war gleichzeitig auch ein Abschied: Ab Mai legt Anetsberger den Posten beim Tourismusverband Ostbayern nieder und tritt seine Stelle als neugewählter Bürgermeister der Stadt Beilngries an.

Bayerischer Wald ist eine moderne Destination mit Potential
Dass der Bayerische Wald auf dem richtigen Weg ist, sich zu einer zukunftsstarken Destination zu entwickeln, bescheinigte auch Werner Taurer von der Hotel und Tourismus Consulting Kohl und Partner. Der erfahrene Tourismusberater lobte das klare Profil der Dachmarke, die mit den Kernthemen Wandern, Radfahren, Familie und Wellness aktuelle Urlaubtrends aufgreift und mit konkreten Produkten wie gut ausgebauten Wanderwegen und Freizeiteinrichtungen unterfüttert. Doch das alleine reicht nicht aus, um im scharfen Wettbewerb zu bestehen. "Man muss eine Marke begehrlich machen", so Taurer. Hier stößt das Destinationsmanagement an seine Grenzen. Vielmehr sind starke Unternehmen und Leitbetriebe in der Region gefordert, mit qualitätsvollen Produkten und Dienstleistungsketten potentielle Gäste für die Marke zu begeistern. Und noch einen Ratschlag gab Taurer den anwesenden Touristikern und Gastgeber mit auf den Weg: Kräfte bündeln und kooperieren. Er sagte: "In Zeiten des globalen Wettbewerbs haben es große Einheiten leichter. Die Kunst ist es, dieses lokale Netzwerk zusammenzuhalten und zu einander zu stehen."

Niederbayern unternehmen Tagesausflüge am liebsten in eigener Region
Interessantes zum Tagesausflugsverhalten der Niederbayern und Oberösterreicher wusste Dr. Stefanie Rankl von der Universität Passau zu berichten. Eine vom Tourismusverband Ostbayern und Oberösterreich in Auftrag gegebene und in Zusammenarbeit mit Centouris durchgeführte Studie aus den Jahren 2012 und 2013 zeigt, dass 86 Prozent der Niederbayern Tagesausflüge unternehmen, dabei regionale und bereits besuchte Ausflugsziele bevorzugen. "Tagesausflügler sind Wiederholungstäter", so Rankl. Auch die Frage, was einen Ausflug gelungen mache, konnte dank der Studie geklärt werden. Als die drei wichtigsten Faktoren kristallisierten sich schönes Wetter, eine harmonische Familiensituation und gute Gastronomie heraus.

Bild im Anhang: v.l.n.r.: Thomas Gstettenbauer, Wild-Berghof Gstettenbauer Buchet, Alexander Anetsberger, Marketingleiter Bayerischer Wald, Josef Färber, stellvertretender Landrat des Landkreises Deggendorf, Dr. Stefanie Rankl, Centouris Passau, Mag. Werner Taurer, Kohl und Partner, Hotel- und Tourismusberatung, Dr. Michael Braun, Vorstand Tourismusverband Ostbayern

Für weitere Auskünfte und Bildanfragen stehen Ihnen Ulrike Eberl-Walter (eberl-walter@ostbayern-tourismus.de) und Monika Mirosavljevic (presse@ostbayern-tourismus.de) gerne zur Verfügung.

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