TOURISMUSTAG BAYERISCHER JURA 2014

03.04.2014 - Tourismus schafft Lebensqualität und Infrastruktur

Vertreter des Tourismusverbandes Ostbayern und aus der Politik vor der Parsberger Burg
Vertreter des Tourismusverbandes Ostbayern und aus der Politik vor der Parsberger Burg - © Ulrike Eberl-Walter

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Regensburg (tvo). 140 Touristiker, Gastgeber und im Tourismus Tätige aus den Landkreisen Amberg-Sulzbach, Regensburg, Kelheim und Neumarkt trafen sich zum 6. Tourismustag Bayerischer Jura in Parsberg. Kernthemen waren der Umgang mit Bewertungsportalen und die Bedeutung des Tourismus für die Region.

Wie wertvoll der Tourismus in der Region ist, betonen bereits die Grußwortredner Landrat Albert Löhner und Bürgermeister Josef Bauer sowie in seiner Ansprache der Präsident des Tourismusverbandes Ostbayern, Michael Adam, zugleich Landrat des Landkreises Regen.

„Tourismus ist mehr als die Beschäftigung einer Gemeinde nebenbei. Tourismus ist auch für eine Region, die wirtschaftlich stark ist, von großer Bedeutung, weil es Lebensqualität für die Einheimischen bedeutet“, unterstreicht Adam. Dabei gehe es darum, Gebiete in Wert zu setzen, die der Markt auch will, Gebiete wie den Bayerischen Jura. Wandertourismus beispielsweise gebe es auch in vielen weiteren Mittelgebirgen und Regionen. „Doch setzt man, wie hier den Jurasteig, durch Qualitätskriterien, durch Pauschalen, durch Geschichten, die es dazu zu erzählen gibt, durch Emotionen, die man weckt, in Wert, dann hebt man sich ab“, so Adam.

Hinzu komme die unabdingbare Notwendigkeit, im Internet präsent zu sein, und die rasant steigende Bedeutung der Onlinebuchbarkeit. „Noch hat man dadurch einen Wettbewerbsvorteil“, mahnt Adam.

Auch für Landrat Löhner hat der Tourismus eine große infrastrukturelle Bedeutung: „Ohne Naherholung und ohne Tourismus gibt es keine hochwertige Gastronomie und Hotellerie, wie sie beispielsweise in Parsberg zu finden ist“. Der Bayerische Jura habe sich zu einer Urlaubsregion „par excellence“ entwickelt und habe hervorragende Perspektiven. Im Hinblick auf die bisherige fortschrittliche Entwicklung sieht er die Zukunft in einem sanften, sozialverträglichen Tourismus, denn im Urlaub gehe es mehr und mehr darum, zu sich selbst zu finden und fürs Leben zu lernen.

In ihrem Rechenschaftsbericht zeigt Christine Riel, Arbeitskreissprecherin Bayerischer Jura und Tourismusreferentin des Landkreises Neumarkt, die aktuellen touristischen Zahlen auf. Seit drei Jahren übersteigt die jährliche Übernachtungszahl die Millionengrenze. 2013 konnten 1.027.640 Übernachtungen bei 483254 Gästeankünften verzeichnet werden. Leuchtturmprojekte des Bayerischen Jura sind der Qualitätswanderweg Jurasteig und der Fünf-Flüsse-Radweg. In einem aktuellen Leader-Kooperationsprojekt will man den Jurasteig noch besser vernetzen und für neue Gäste attraktiv machen. Projektleiter Martin Gabriel stellte dazu die geplanten Maßnahmen, wie die stärkere Einbindung des öffentlichen Personennahverkehrs, die Vernetzung mit den regionalen Wanderangeboten oder der Qualitätsoffensive für Gastgeber vor. Mit Messeauftritten, Beiträgen in großen Wandermagazinen, kostenlosen Ausflugs- und Wanderbroschüren wird der Bayerische Jura beworben. Großen Wert legt man auf die emotionale Ansprache und effektive Nutzung im Internet, wie der neue Auftritt des Jurasteigs zeigt. Tourenvorschläge, die auf eine individuelle Abfrage erscheinen, nutzen gerade Ausflüglern, die kurzfristig eine Tour planen.

Im Impulsreferat über den Umgang mit Bewertungsportalen appelliert Ludwig Gutsmiedl, Kommunikationsdesigner aus Grainet, an die Tagungsgäste, offen und offensiv mit diesen Internetportalen umzugehen: „Analysieren Sie, ob über Sie eine Bewertung abgegeben wurde, googeln Sie sich selbst und gehen Sie auf den Bewertungs-, Preisvergleichsportalen oder Foren auf Suche nach Ihrem Betrieb“. Wer mit einer schlechten Bewertung im Internet stehe, müsse schnellstens aktiv werden, da er ansonsten viele potentielle Kunden von vorne herein verliere. Statistische Zahlen weisen auf, dass sich 55 Prozent der Deutschen aktiv im Internet zum Thema Urlaub informieren, 34 Prozent buchen inzwischen online. Gutsmiedl erklärt anhand von Beispielen, wie man optimal auf Einträge in Bewertungsportalen reagiert und wie man mit diesen selbst aktiv agieren kann.

Zum Abschluss der Tagung besuchten die Teilnehmer das Burgmuseum Parsberg und hatten auf dem Burgfried die Möglichkeit, ihren Blick über den Bayerischen Jura schweifen zu lassen.

Foto von links:

Bürgermeister Josef Bauer, Stadt Parsberg, Landrat Albert Löhner, Landkreis Neumarkt i.d.OPf., Christine Riel, Arbeitskreissprecherin Bayerischer Jura, Veronika Perschl, Vorstand Tourismusverband Ostbayern e.V., Michael Adam Präsident des Tourismusverbandes Ostbayern e.V., Dr. Michael Braun, Vorstand Tourismusverband Ostbayern e.V.

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