Tourismustag Bayerisches Golf- und Thermenland in Osterhofen

29.04.2014 - Thermenland wird nun auch Radland - Geplante Radoffensive vorgestellt

Vertreter aus der Politik und des Tourismusverbandes Ostbayern sowie Referenten beim Tourismustag Bayerisches Golf- und Thermenland in Osterhofen
Vertreter aus der Politik und des Tourismusverbandes Ostbayern sowie Referenten beim Tourismustag Bayerisches Golf- und Thermenland in Osterhofen - © Ulrike Eberl-Walter

„Der Gast bucht bei dem Betrieb, der schneller, besser und schöner informiert“, resümierte Ludwig Gutsmiedl, Kommunikationsdesigner aus Greinet in seinem Impulsreferat anlässlich des Tourismustages Bayerisches Golf- und Thermenland. Rund 100 Touristiker, Vertreter von Freizeiteinrichtungen und der Hotellerie trafen sich, um sich über die aktuellen touristischen Themen und Trends zu informieren und sich auszutauschen. Gutsmiedl referierte über den Umgang mit Hotel-Bewertungsportalen: „Sie sind da und wir müssen damit arbeiten, da nutzt alles nichts“. Inzwischen buchen rund 19 Prozent der Urlauber aufgrund der Inhalte in Bewertungsportalen, nur übertroffen von Empfehlungen von Bekannten, die bei 21 Prozent eine Buchung auslösen. Ein Foto des Zimmers, der Preis, Fotos vom Hotel, die Lage und die Sterneklassifizierung seien weitere Buchungsgründe.

Der Marketingleiter für das Bayerische Golf- und Thermenland, Alexander von Poschinger, stellte die neue Radinitiative des Tourismusverbandes Ostbayern vor: „Das Thermenland soll auch zu einem Radland werden“. Nach dem Vorbild der Radrunde Allgäu soll die Region für Strecken- und Sternradler erschlossen werden. Dazu gehört die Entwicklung einer Hauptroute, die wabenartig miteinander vernetzt wird. Das Wegenetz soll mit einer verlässlichen Infrastruktur überdeckt sein, dazu gehören eine einheitliche Beschilderung, ein Servicenetz, ein guter Wegezustand, die Einbindung bestehender Radwege sowie die Qualifizierung von Gastgebern und Gastronomen. Die Radinitiative setzt auf die bestehende Bekanntheit der Radwege entlang Donau, Isar und Inn und die Vernetzung von Naturlandschaft mit Schwerpunktthemen wie Hopfen, Auenlandschaften oder etwas Barock. Die tragende Säule im Tourismus des Bayerischen Golf- und Thermenlands bleiben die Thermalbäder. Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich bekannte sich zu den Thermalbädern: „Jährlich investiert der Bezirk rund 80 Millionen Euro in die niederbayerischen Bäder, denn Gesundheit und Tourismus sind zwei Seiten einer Medaille.“ Heinrich betonte, dass Gesundheitstourismus große Chancen biete, aber ebenso große Herausforderungen an die Region stelle. Gerade die Kooperation innerhalb des Bayerischen Golf- und Thermenlands sei daher enorm wichtig.

Für den Präsidenten des Tourismusverbandes Ostbayern, Landrat Michael Adam, hat sich die Region Niederbayern südlich der Donau in kürzester Zeit atemberaubend entwickelt. Auch er sieht in der klaren Positionierung zu einer qualitativ hochwertigen Radregion großes Potential. Er sieht zusätzlich einen großen Wettbewerbsvorteil für das Bayerische Golf- und Thermenland darin, dass durch die Kurbäder zusätzlich Gelder in die Region fließen. „Das haben andere Regionen nicht“, so Adam.

Trotz des wetter- und hochwasserbedingten schwierigen Vorjahres, konnte das Bayerische Golf- und Thermenland mit gut 1,6 Millionen Gästen nahezu 6,4 Millionen Übernachtungen erreichen. Damit kamen drei Prozent mehr Gäste und erbrachten 0,3 Prozent mehr Übernachtungen als noch 2012. Michael Braun, Vorstand des Tourismusverbandes Ostbayern dankte dem Bezirk aber auch den Regierungen für das Engagement und die Fördergelder, die durch die Wirtschaftsförderung in die Region fließen. Tourismus sei ein wichtiges Standbein Niederbayerns, das vor allem auch strukturelle Vorteile für die Einheimischen und damit für die Gesellschaft und Wirtschaft bringt.

Bild v.l.n.r.:
Walter Keilbart, Hauptgeschäftsführer IHK Niederbayern, Dr. Michael Braun, Vorstand Tourismusverband Ostbayern, Dr. Olaf Heinrich, Bezirkstagspräsident Niederbayern, Michael Adam, Präsident des Tourismusverbandes Ostbayern und Landrat Landkreis Regen, Ludwig Gutsmiedl, Dipl. Kommunikationsdesigner, Dr. Stefanie Rankl, Centrum für marktorientierte Tourismusforschung der Universität Passau, Franz Groh, 3. Bürgermeister der Stadt Osterhofen, Alexander von Poschinger, Marketingleiter Bayerisches Golf- und Thermenland.

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