Schloss Sulzbach

In Sulzbach-Rosenberg befindet sich das größte Schloss Nordbayerns. Die Sulzbacher Grafen ließen sich im 9. Jhd. in der Stadt nieder.

Schloss Sulzbach
Schloss Sulzbach - © Hajo Dietz

Auf dem Schlossberg kann bereits um 800 eine Bebauung festgestellt werden. Damals stand dort eine Burgkapelle um einen Saalbau mit Feuerstelle. Auch ein Burggraben wurde angelegt und ein achteckiger Wohnturm komplettierte den Bau. Der „Alte Hofkasten“ und die Kanzlei wurden Mitte des 14. Jhd. errichtet, eine Wehr- und Zwingermauer sollte Feinde abhalten. 1430 kam der Hussenturm hinzu und 1582 ließ Ottheinrich II. die Treppentürme an seine damalige Residenz anbauen. Einige An- und Umbauten folgten in dieser Zeit, beispielsweise die Aufstockung des Palas und die Erweiterung der Kanzlei.

Herzog Christian August verlieh dem Schloss ein neues Gesicht. Eine prächtige Innenausstattung, die Instandsetzung der Kapelle St. Nikolaus und ein pompöses Portal waren das Ergebnis. Ab 1663 ließ der Herzog das Innere der Kapelle verändern, das Obere Schloss mit einem Ziehbrunnen mit Pumpwerk versehen und ein Wasserwerk einrichten.

Ab dem 18. Jhd. verfiel das Schloss nach und nach. Im Besitz von Johann Esaias von Seidel ab 1807 diente es als Kaserne und Lazarett. Heute befinden sich in den Räumen die Stadtbibliothek und das Straßenbauamt. Archäologische Untersuchgen brachten 1999 einige Adelsgräber im Außenbereich der Burgkirche zum Vorschein. 4 Erwachsene und 5 Kinder wurden dort beerdigt. Die Erwachsenengräber zeichnen sich durch gemauerte, sarkophagähnliche Bauweise aus, was sich damals nur Personen gehobener Schichten leisten konnten. Die Funde werden nach Abschluss weiterer Untersuchungen für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

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