Kapelle

Senftl-Kapelle

Unter den Schutz mächtiger Bäume steht die Senftl-Kapelle idyllisch an einer Weggabelung. Laut Pfarrarchiv wurde die Kapelle 1888 von Monika Wochinger erbaut. Davon zeugt noch heute das Monogramm im Gitter über der Tür. Das kleine sakrale Bauwerk im spätgotischen Stil hat eine Wechselvolle Geschichte hinter sich. Heute gehört sie zum Senftl-Hof, der sich gut 1,5 Kilometer Luftlinie entfernt befindet. In den 60er- und 70er-Jahren des letzten Jahrhunderts wurde die Kapelle öfter von Plünderern und Vandalen heimgesucht. Mitte der 80er-Jahre organisierte eine Bürgerinitiative, bestehend aus Anliegern der Wochingerstraße und des Familienkreises in Zusammenarbeit mit den Eigentümern eine Sanierung. Im August 1985 fand die Einweihung statt – knapp 100 Jahre, nachdem die Kapelle errichtet wurde. Bis in die Gegenwart findet jährlich eine Maiandacht an der Senftl-Kapelle statt. Kaplan Eiber bat damals um den Segen für alle Wanderer und Spaziergänger, die diese Kapelle aufsuchen. Einen besonderen Schutzpatron hat die Kapelle gehabt, als der zerstörerische Orkan Wiebke in der Nacht vom 28. Februar auf den 1. März 1990 über das Rottal hereinbrach. Wie durch ein Wunder wurde die Kapelle von schweren Stämmen und Ästen umgestürzter Bäume zwar noch touchiert, aber nicht beschädigt.

Gleich nebenan findet sich ein kleines Holzkreuz, das vom Tod des Bierfahrers Georg Hoffmann am 24. Februar des Jahres 1928 berichtet. Es steht nicht an der Originalstelle, die sich aber wohl ganz in der Nähe befindet.

Freier Eintritt.