Museum Lothar Fischer, Neumarkt i.d.OPf.

Künstlerleben im Nachkriegsdeutschland

Museum Lothar Fischer zeigt das Werk des Malers Uwe Lausen und seiner Frau Heide Stolz 

Mit der Ausstellung „Du lebst nur keinmal“ würdigt das Museum Lothar Fischer vom 18. Juli bis 10. Oktober Uwe Lausen und Heide Stolz, ein Künstlerehepaar der 1960er Jahre. 
Kunstwerk am nördlichsten Punkt der Donau
Mit der Ausstellung „Du lebst nur keinmal“ würdigt das Museum Lothar Fischer vom 18. Juli bis 10. Oktober Uwe Lausen und Heide Stolz, ein Künstlerehepaar der 1960er Jahre. – © Franz Kimmel
umfangreiche Doppelausstellung 

Erstmals wird das Werk des Malers Uwe Lausen (1941 – 1970) in Verbindung zu den Fotoarbeiten seiner Frau Heide Stolz (1939 – 1985) gesetzt. Zuvor hatten die Staatsgalerie Stuttgart und die Kunstsammlungen Chemnitz – Museum Gunzenhauser anlässlich des 50. Todestages des durch Freitod verstobenen Autodidakten die Retrospektive gezeigt. 

Im Museum Lothar Fischer ist die umfangreiche Doppelausstellung nun in reduzierter und modifizierter Form zu sehen. Lausen und Stolz, deren Arbeiten immer wieder von gegenseitiger Beeinflussung und Austausch zeugen, thematisieren in ihrem Schaffen die Widersprüche und Spannungen in der deutschen Nachkriegsgesellschaft. 

Unter anderem steht die Generation der Eltern im Fokus: das bewusste Negieren der jüngsten Vergangenheit ebenso wie die Unterdrückung individuellen, selbstverantwortlichen Handelns. Uwe Lausen, anfangs noch von der expressionistisch-figurativen Malerei der Künstlergruppe SPUR beeinflusst, geht unter den Eindrücken der aufkommenden englischen und amerikanischen Pop Art zu realistischen Motiven über. Die Fotografien von Heide Stolz entwickeln sich von Porträts und surrealistisch beeinflussten Collagen zu einfallsreichen, teils schonungslosen Collagen. Zur Sonderausstellung gibt es ein umfangreiches Begleitprogramm (www.museum-lothar-fischer.de).