Kunstwerk am nördlichsten Punkt der Donau in Regensburg

Spektakuläre künstlerische Hommage

an Europas blauer Lebensader

Schiffsreisende und Radfahrer grüßt am nördlichsten Punkt der Donau in Regensburg ein markantes Kunstwerk.
Am nördlichsten Punkt der Donau

Kein Fluss auf dem Kontinent ist europäischer und völkerverbindender als die Donau. Zehn Länder durchfließt der zweitlängste Strom Europas auf seinem fast 3.000 Kilometer langen Weg von der Quelle im Südwesten Baden-Württembergs bis zur Mündung ins Schwarze Meer. Am nördlichsten Punkt der Donau errichteten die Römer vor rund 2.000 Jahren eine Festung. Sie gründeten das "Castra Regina", das heutige Regensburg. Die ostbayerische Stadt ehrt das "blaue Band" seit drei Jahren besonders: mit einem auch vom Fluss aus sichtbaren rund 450.000 Euro teuren Kunstwerk.

Der geographisch nördlichste Punkt der Donau liegt rund zwei Kilometer westlich des Regensburger Stadtzentrums mit seiner Steinernen Donaubrücke, direkt am viel frequentierten Donau-Fernradweg, der von Donaueschingen über Regensburg und Passau nach Wien führt. Das neue Kunstwerk besteht aus einem symbolisch angedeuteten Schiff und einer Weinlaube. Es ist das Ergebnis eines öffentlichen Kunstwettbewerbs. Der Entwurf stammt von dem Künstler Ludwig "Wigg" Bäuml. Beide Objekte schaffen einen engen Bezug zur Donau als Schifffahrtsweg und dem nördlich gegenüberliegenden Weinanbaugebiet an den ebenfalls zu Regensburg gehörenden Winzerer Höhen.

Kunstwerk am nördlichsten Punkt der Donau
Kunstwerk am nördlichsten Punkt der Donau in Regensburg – © obx-news / Jens Henning-Billion

Entstanden ist das Kunstwerk in den Werkstätten des Regensburger Traditionsunternehmens für Metallrestaurierungen Haber & Brandner: Dort fertigten Spezialisten die tragenden Stahlkonstruktionen des "Schiffs". Der stählerne Bug und die mit stilisierten Weinblättern aus Aluminium gedeckte Pergola daneben gestaltete das Unternehmen in enger Abstimmung mit dem Künstler und einem Statikbüro. Neben den anspruchsvollen Stahlbauarbeiten für die Fundamentierung und Verankerung des Schiffs sei auch die Fertigung des "Schiffsbugs" aus Corten-Stahl eine Herausforderung für Metallbauer und Restauratoren gewesen, heißt es aus der Werkstatt von Haber & Brandner. Der Grund: Der Corten-Stahl habe künstlich auf "alt" getrimmt werden müssen. Spezielle Oxidationsbeschleuniger kamen zum Einsatz, um eine Patina in "rostiger Optik" zu erzeugen. 


Dank freier Sicht lässt sich das markante Kunstwerk am Donauufer direkt von den Kreuzfahrtschiffen aus bestaunen. Radfahrer, Wanderer und Spaziergänger finden zusätzlich mehrere neue Sitzgelegenheiten, um am nördlichsten Punkt der Donau Rast zu machen und das Donau-Panorama zu genießen.