„Ein Panzer gegen die hässliche Zeit. Hermann Hesses „Glasperlenspiel” im „Dritten Reich””

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Informationen

Dauer der Ausstellung: bis 26.02.2021
Bitte beachten Sie die Öffnungszeiten:
Dienstag - Freitag: 9 - 16 Uhr (außer an Feiertagen)
Sonntag:14 - 17 Uhr.
In den Weihnachtsferien bleibt das Literaturhaus vom 20.12.2020 bis 11.1. 2021 geschlossen.

Es gelten die üblichen Corona-Auflagen.
Die Besucherzahl ist begrenzt, daher wird eine Anmeldung unter 09661/8159590 oder info@literaturarchiv.de insbesondere auch für kleinere Gruppen empfohlen.
Zwingend ist eine Anmeldung zu den Führungen, die zu folgenden Terminen angeboten werden: 4.10., 25.10., 15.11., 6.12.2020 jeweils um 14.30 Uhr.

1943 veröffentlichte Hermann Hesse seinen letzten Roman „Das Glasperlenspiel” in kleiner Auflage in der Schweiz, erst Ende 1946 wurde er auch einem größeren Publikum in Deutschland bekannt. Ursprünglich hätte „Das Glasperlenspiel” schon 1942 in Berlin erscheinen sollen, doch die NS-Behörden verweigerten die Druckgenehmigung. Der Roman ist weder der Exilliteratur noch der Literatur der Inneren Emigration zuzuordnen und war Hermann Hesse während der 11-jährigen Entstehungsphase „ein Panzer gegen die hässliche Zeit”, wie er Ende 1943 in einem Brief an seinen Sohn Martin schrieb.
Die Ausstellung versucht erstmals die politische Dimension des Romans aufzuzeigen, vor dem Hintergrund der Zwänge, denen sich Hesse seit 1933 ausgesetzt sah. Neben literarischen und zeithistorischen Dokumenten gibt es auch einige Film- und Tondokumente, die die Zeitgeschichte und den musikalischen Horizont des „Glasperlenspiels” vergegenwärtigen und so einen Zugang zu diesem rätselhaften Roman erschließen.
Ergänzt wird die von Lutz Dittrich, Berlin, konzipierte Ausstellung durch Hesse-Briefe und andere Dokumente aus Beständen des Literaturarchivs.

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