Oberes und Unteres Schloss Schmidmühlen

Das Obere Schloss Schmidmühlens könnte im 12. oder im frühen 13. Jhd. entstanden sein. Damals handelte es sich um ein Wasserburg, ehe Hans Jakob Hausner von Winbuch um 1600 dem Schloss sein heutiges Gesicht verlieh.

Beschreibung

Im 20. Jhd. war das Schloss Lager von Hopfen und Getreide. Seit 1937 gehört der Marktgemeinde und wird seitdem als Rathaus genutzt. Da das Obere Schloss im Zweiten Weltkrieg erhebliche Schäden davongetragen hatte, restaurierte man Schloss und Schlossgarten. Oben im Turm befindet sich ein runder, bemalter Plafond, der von einer Holzsäule gestützt wird. Das zweite Obergeschoss ist mit einigen Resten der deutschen Renaissance ausgestattet.

Um 1700 begannen die Bauarbeiten des Unteren Schlosses, welches als Hammerschloss diente. Es ist Zeuge der großen Bedeutung der damaligen Eisenindustrie. Die Architektur besteht im Kern aus spätgotischen Elementen mit Einflüssen italienischen Barocks. Stuckdecken italienischer Künstler und Fresken von Hans Georg Asam, dem Vater der berühmten Gebrüder Asam, welche einige Bauwerke im Landkreis Amberg-Sulzbach verzierten, verleihen dem Schloss seinen besonderen Charme. Das Hammerschloss hat in seiner Zeit schon verschiedenste Zwecke erfüllt: Lagerhalle, Armenhaus, Gefängnis und Schule. Der Verfall stellte sich langsam im 18. Jhd. ein. Bis in die 70er Jahre wurde es als Wohnhaus genutzt. Nach der Renovierung, die bis 2003 andauerte, wurde daraus das Kultur-, Pfarr- und Gemeindezentrum und die Kulisse des Erasmus-Grasser-Festspiels anlässlich der 1000-Jahr-Feier 2010.

Karte & Anreise

Oberes und Unteres Schloss Schmidmühlen

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